Trekking im Antiatlas

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Die acht Trekkingtage im Hohen Atlas haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen – nicht nur, aber auch – in Form von schmerzenden Stellen am Rücken vom bis zu 22 kg schweren Rucksack. Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten und unser sandstaubiges Berggewand in einer Wäscherei in Ouarzazate waschen haben lassen, waren wir bereit für ein paar weitere Wandertage im Antiatlas.

Alter Antiatlas

Dieser Gebirgszug liegt im Südwesten Marokkos in Sichtweite des Hohen Atlas. Entstehungsgeschichtlich liegen zwischen diesen beiden Gebirgen allerdings Millionen von Generationen. Während der Hohe Atlas nur etwa zwei bis 65 Millionen alt ist, entstand der Antiatlas bereits vor über 300 Millionen Jahren vor allem als Resultat von Kollisionen damaliger Kontinente (im Vergleich dazu: das afrikanische Grundgebirge entstand bereits im Präkambrium vor bis zu ca. 4,5 Milliarden Jahren). Durch das kontinental geprägte Klima sind die Tage im Antiatlas vergleichsweise noch heißer, die Nächte dafür deutlich kühler. Aus der kargen Flora des Antiatlas ragen leuchtturmartig die Arganbäume, aus deren Früchten das weltweit begehrte Arganöl gewonnen wird.

Fast ein Gipfelsieg

Unser Viertage-Trek spannte sich zwischen der marokkanischen „Safran-Hauptstadt“ Teliouine und dem Berberdorf Assaïs, mit dem Höhepunkt des Jbel Sirwa (3305 m). Auf diesen höchsten Gipfel haben wir es knapp nicht geschafft, da wir uns über eine nur etwa 10 m lange, aber äußerst ausgesetzte und rutschige Schlüsselstelle ohne Sicherung nicht drübergetraut haben. So feierten wir unseren ganz persönlichen Gipfelsieg etwa 30 m unter dem höchsten Punkt bei nur mäßiger Fernsicht.

Einen kleinen Eindruck der besonderen Schönheiten des Antiatlas geben die nachfolgend ausgewählten Fotos.

Für eine feine Darstellung klicke bitte ins erste Bild.

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Reinhard Geßl
Reinhard Geßl
Mein Herz schlägt beruflich seit 25 Jahren für eine ökologisch-tiergerechte Landwirtschaft. Die Zukunft der Landwirtschaft kann nur so aussehen! Ich sehe es als meine Berufung, ProduzentInnen und KonsumentInnen zusammen zu bringen.